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Aufbau eines Hochbeetes

Aufbau und Wirkungsweise von Hochbeeten

Hochbeete aus Lärchenholz sehen nicht nur schön aus, sie bieten dem Gärtner auch viele Vorteile. Ihre Herstellung ist mit etwas Aufwand verbunden, doch dieser macht sich langfristig bezahlt. Höhere Temperaturen und langanhaltende Nährstoffversorgung bieten den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen. Nachträgliche Düngung und aufwändige Bodenbearbeitung werden unnötig. Der sogenannte Komposteffekt, der dabei genutzt wird, ist ein altbewehrtes Prinzip im Gartenbau.

Vorteile des Hochbeetes

Das Wachstum der Pflanzen ist von Licht, Wasser, Luft, Temperatur und Nährstoffversorgung abhängig. Alle fünf Elemente wirken im Hochbeet optimal zusammen. Das ermöglicht wesentlich höhere Erträge und frühzeitige Ernten.
Auf gleicher Fläche, bei entsprechender Kulturstaffelung, kann fast das Vierfache an Ertrag produziert werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Hochbeete ist die günstige Arbeitshöhe von 80 cm. Sie gestattet die Beet Bearbeitung in ungebückter Haltung.

Des weiteren ist es möglich, Gemüsearten aus dem Mittelmehrraum anzubauen und zu zeigen. Solche wärmeliebenden Pflanzen konnten im Mittelalter auch in unseren Breiten gut gedeihen, da das Klima vor 1000 Jahren wesentlich wärmer als heute war. Einige davon tauchen immer wieder in historischen Quellen auf, so z.B. der Flaschenkürbis.

Wirkungsweise des Hochbeetes


Die Wirkung von Hochbeeten ist ähnlich dem der Kompostbeete. Während der Komposthaufen alle ein bis zwei Jahre umgeschichtet werden muss, beträgt die Lebensdauer eines Hochbeetes sieben bis acht Jahre. Erst dann ist der Kern aus langsam verrottendem Material vollständig abgebaut.
Dieser Kern besteht aus groben Holz- und Pflanzenabfällen, die sich über die Jahre langsam zersetzen und dabei ständig Nährstoffe abgeben. Gleichzeitig speichern diese organischen Materialien die Feuchtigkeit im Beet und vermindern so das Austrocknen. Die Verrottung ist ein biologischer Prozess, bei dem Wärme freigesetzt wird. Damit entstehen im Beet bis zu 8°C höhere Temperaturen als im normalen Boden


Aufbauempfehlung von Hochbeeten im Schnitt von Oben:

Pflanzschicht

15 cm Feinkompost
15 cm Grobkompost oder abgelegener Mist

Feinholzschicht

10 cm feine Zweige und Laub versetzt mit 1 Liter EM-Aktiv und 10 kg Urgesteinsmehl auf ca. 1,0 m³ Feinholzschicht

Holzkern

40 cm grobe, verholzte Äste oder Zweige.

Maschendrahtgeflecht

Verzinkt, maximale Maschenweite von 1,5 cm, dient als Wühlmausschutz und wird an allen vier Seiten hochgeführt

Mutterboden

Und nicht vergessen das Hochbeet sollte immer mit dem Mutterboden im Verbindung stehen.